Einfach nur positiv zu affirmieren, wenn es einem gerade dreckig geht, funktioniert nicht. Es macht alles nur noch schlimmer. Wenn wir aber nach einem Gedanken suchen, der sich nur ein wenig besser anfühlt, als die Ursprungsgedanken, sind wir bereits auf dem Weg aus der Krise heraus.
In den letzten Tagen habe ich mit starken Frustgefühlen zu kämpfen. Ich hatte mir vorgenommen, etwas zu tun, tue es aber nicht. Seit Wochen bin ich dabei, es aufzuschieben und werde immer wütender auf mich. Ich könnte mir die Haare ausreißen. Zwar weiß ich mittlerweile, an welche innere Barrieren ich gerade stoße aber das ist nicht der Grund, warum ich heute schreibe. Der Grund ist, dass ich wieder mit den Untiefen des positiven Denkens konfrontiert wurde.
Wenn es mir schlecht geht, möchte ich nämlich, dass es mir sofort wieder besser geht. Darum bin ich bereits früher, vor langer Zeit, ein großer Fan des positiven Denkens gewesen. Zu schön war die Vorstellung, dass ich mich nur in eine ruhige Ecke zu setzen brauchte, um mich mit positiven Affirmationen von allen negativen Gefühlen befreien zu können.
Also saß ich in meiner Jugend an so manchen Abenden auf meiner Couch, machte ooohhhhmmmm (naja, nicht wirklich, aber so ähnlich) und sagte mir, wenn ich gerade unter existenziellen Ängsten litt, dass ich reich sei. Wenn ich unter meinem Übergewicht litt, stellte ich mir vor, wie ich grazil wie eine Elfe über die Straßen Berlins schwebte und wiederholte den Satz "Ich bin wunderschön und begehrenswert". Wenn ich Angst vor meiner mobbenden Kollegin hatte, stellte ich mir mit aller Kraft vor, dass sie liebenswert und zuckersüß sei.
A blog about having an awsome life and making it even better, sometimes in English, meistens auf Deutsch ;-)
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Donnerstag, 18. Februar 2016
Freitag, 8. Januar 2016
Dankbarkeit: DAS Heilmittel bei Depressionen
Halte jeden Tag Ausschau nach den Dingen, die dir Freude bereiten, dann hat Trübsinn keine Chance mehr.
Ungefähr ein halbes Jahr bevor ich zu dem Zwölf-Schritte-Programm gekommen bin, hatte ich angefangen, eine einfache Übung zu machen. Jeden Abend schrieb ich ein paar Dinge nieder, die mir an dem jeweiligen Tag Freude bereitet hatten. Egal, wie klein diese Dinge auch sein mochten (ja, auch wenn es nur ein paar Sonnenstrahlen an einem sonst regnerischen Tag waren), ich gab mir immer große Mühe, nach Dingen zu suchen, die ich an diesem Tag schön gefunden hatte.
Ich hatte damit angefangen, weil ich damals in irgendeinem meiner vielen Selbsthilfebücher gelesen hatte, dass das DIE Übung sei, die einen aus der Depression oder Melancholie holen konnte. Ich weiß nicht, ob ich damals wirklich depressiv war, aber melancholisch war ich ganz bestimmt. Ich war extrem übergewichtig und wartete eigentlich nur darauf, dass mein Körper irgendwann unter seinem Übergewicht zusammenbrechen würde. Die Übung machte Sinn für mich und ich hoffte, dass, wo ich es schon nicht schaffte abzunehmen, sie mir wenigstens dabei helfen würde, mich besser zu fühlen.
Ungefähr ein halbes Jahr bevor ich zu dem Zwölf-Schritte-Programm gekommen bin, hatte ich angefangen, eine einfache Übung zu machen. Jeden Abend schrieb ich ein paar Dinge nieder, die mir an dem jeweiligen Tag Freude bereitet hatten. Egal, wie klein diese Dinge auch sein mochten (ja, auch wenn es nur ein paar Sonnenstrahlen an einem sonst regnerischen Tag waren), ich gab mir immer große Mühe, nach Dingen zu suchen, die ich an diesem Tag schön gefunden hatte.
Ich hatte damit angefangen, weil ich damals in irgendeinem meiner vielen Selbsthilfebücher gelesen hatte, dass das DIE Übung sei, die einen aus der Depression oder Melancholie holen konnte. Ich weiß nicht, ob ich damals wirklich depressiv war, aber melancholisch war ich ganz bestimmt. Ich war extrem übergewichtig und wartete eigentlich nur darauf, dass mein Körper irgendwann unter seinem Übergewicht zusammenbrechen würde. Die Übung machte Sinn für mich und ich hoffte, dass, wo ich es schon nicht schaffte abzunehmen, sie mir wenigstens dabei helfen würde, mich besser zu fühlen.
Montag, 16. November 2015
Hilfe, Thanksgiving kommt!
Meine Schüchternheit wenn ich mich in einer Gruppe befinde, ist wohl noch ein Erbe meiner dicken Zeiten. Darum muss ich immer wieder an mir arbeiten, um nicht bei Andrews Familienfeiern vollkommen zu verkrampfen.
Jetzt ist es wieder so weit. Der größte Feiertag in den USA droht am Horizont. Andrew liebt diesen Feiertag, weil er seiner Meinung nach nur das Beste in sich vereint: Gutes Essen, danach Sport gucken (wobei nur die Männer Fernsehen gucken, während die Frauen in der Küche abwaschen), er kann mit seiner Familie zusammen sein und er muss keine Geschenke kaufen. Ganz besonders der letzte Punkt scheint ihm viel Freude zu bereiten.
Ich selber habe immer ein mulmiges Gefühl bei solchen Gelegenheiten. Und das betrifft nicht nur Thanksgiving. Es betrifft eigentlich alle Familienzusammenkünfte hier, denn eigentlich bin ich ziemlich schüchtern. Das mag noch ein Erbe der Zeit sein, als ich noch extrem übergewichtig war. Jedenfalls ist es so, dass ich mich nur unter vertrauten Menschen wohl und entspannt fühlen kann. Sobald ich unter Fremden bin, verkrampfe ich mich.
Jetzt ist es wieder so weit. Der größte Feiertag in den USA droht am Horizont. Andrew liebt diesen Feiertag, weil er seiner Meinung nach nur das Beste in sich vereint: Gutes Essen, danach Sport gucken (wobei nur die Männer Fernsehen gucken, während die Frauen in der Küche abwaschen), er kann mit seiner Familie zusammen sein und er muss keine Geschenke kaufen. Ganz besonders der letzte Punkt scheint ihm viel Freude zu bereiten.
Ich selber habe immer ein mulmiges Gefühl bei solchen Gelegenheiten. Und das betrifft nicht nur Thanksgiving. Es betrifft eigentlich alle Familienzusammenkünfte hier, denn eigentlich bin ich ziemlich schüchtern. Das mag noch ein Erbe der Zeit sein, als ich noch extrem übergewichtig war. Jedenfalls ist es so, dass ich mich nur unter vertrauten Menschen wohl und entspannt fühlen kann. Sobald ich unter Fremden bin, verkrampfe ich mich.
Freitag, 6. November 2015
Parkplatz-Karma
Ich habe bei mir beobachtet, dass mein Parkplatz-Glück davon abhängig zu sein scheint, wie meine allgemeine Stimmungslage in den letzten Wochen gewesen ist. Je zufriedener und erfüllter ich mich in meinem Leben fühle, desto leichter finde ich auch in den vollsten Straßen tolle Parkplätze.
Da, wo ich jetzt lebe, braucht man kein Parkplatz-Glück. Hier ist reichlich Platz vorhanden. Für alles. Die Malls haben riesige Parkplätze, die niemals auch nur zum Drittel gefüllt sind, selbst zu Weihnachten. Man ist hier schrecklich verwöhnt, was das angeht. Andrew jammert z.B. schon Stunden bevor wir losfahren, wenn unser Zielort in der nahe gelegenen Stadt liegt. Es ist eine Großstadt, aber kommt mit dem schon nahe. Im Zentrum muss man daher manchmal tatsächlich ein paar Minuten nach einem Parkplatz suchen. Und dann liegt er auch nicht direkt vor der Eingangstür sondern etwas weiter entfernt. Das ist oft schon richtig stressig für ihn.
Aber ich will ja nicht über ihn lästern. Ich selber bin jetzt nach vier Jahren, die ich hier lebe, auch schon sehr verwöhnt. Wenn ich z. B. meinen wöchentlichen Einkauf bei Walmart mache und nicht einen der Parkplätze gleich am Eingang kriege und dann 10 Meter weiter laufen muss als normalerweise, bekomme ich auch schon schlechte Laune.
Jaja, so sind die Menschen.
Aber worüber ich eigentlich heute schreiben wollte, ist mein Parkplatz-Karma in Berlin. In dieser Stadt ist ein gutes Parkplatz-Karma einfach unbezahlbar. Besonders, wenn man mit Mietwagen in wenigen Tagen so viele Verabredungen wie möglich abklappern will.
Da, wo ich jetzt lebe, braucht man kein Parkplatz-Glück. Hier ist reichlich Platz vorhanden. Für alles. Die Malls haben riesige Parkplätze, die niemals auch nur zum Drittel gefüllt sind, selbst zu Weihnachten. Man ist hier schrecklich verwöhnt, was das angeht. Andrew jammert z.B. schon Stunden bevor wir losfahren, wenn unser Zielort in der nahe gelegenen Stadt liegt. Es ist eine Großstadt, aber kommt mit dem schon nahe. Im Zentrum muss man daher manchmal tatsächlich ein paar Minuten nach einem Parkplatz suchen. Und dann liegt er auch nicht direkt vor der Eingangstür sondern etwas weiter entfernt. Das ist oft schon richtig stressig für ihn.
Aber ich will ja nicht über ihn lästern. Ich selber bin jetzt nach vier Jahren, die ich hier lebe, auch schon sehr verwöhnt. Wenn ich z. B. meinen wöchentlichen Einkauf bei Walmart mache und nicht einen der Parkplätze gleich am Eingang kriege und dann 10 Meter weiter laufen muss als normalerweise, bekomme ich auch schon schlechte Laune.
Jaja, so sind die Menschen.
Aber worüber ich eigentlich heute schreiben wollte, ist mein Parkplatz-Karma in Berlin. In dieser Stadt ist ein gutes Parkplatz-Karma einfach unbezahlbar. Besonders, wenn man mit Mietwagen in wenigen Tagen so viele Verabredungen wie möglich abklappern will.
Donnerstag, 29. Oktober 2015
Werde ich größenwahnsinnig?
Dieses Mal war ich nur eine Woche in Berlin und die zweite Woche war ich mit Andrew in Südspanien. Logisch, dass mich diese Reise zu neuen Posts inspiriert hat.
Ich weiß ja, dass meine Gefühle mein Leben gestalten. Aber ich bin auch überzeugt davon, dass meine Gefühle Dinge und Umstände verändern können. Genau so etwas habe ich meiner Meinung nach vor einer Woche in Spanien geschafft. Oder bilde ich mir das nur ein?
Montag, 12. Oktober 2015
Erschieße nicht den Boten
Wenn irgendetwas passiert, das mir nicht gefällt, dann tue ich natürlich alles, um das zu verändern. Aber immer wieder stelle ich fest, dass ich erst einmal etwas bei mir selber verändern muss, bevor sich dann auch die Umstände verändern können.
Letztes Jahr wurde bei uns innerhalb weniger Monate drei Mal der Keller geflutet. Naja, geflutet ist etwas übertrieben, aber es trieb sich dort eine Menge Wasser herum, die da nicht hingehörte.
Die erste große Flut habe sogar ich verschuldet. Ich ließ kaltes Wasser in der Küchenspüle in einen Topf frisch gekochter Eier laufen, um die Eier abzuschrecken. Da bekam ich einen Telefonanruf und etwa 20 Minuten später, als ich wieder in die Küche kam, lief der Wasserhahn immer noch. Da aber der Topf auf dem Abfluss stand und in Amerika anscheinend nicht immer Überflusslöcher in den Spülbecken installiert werden, ist das ganze Wasser in die Küche und sofort in den Keller gelaufen.
Letztes Jahr wurde bei uns innerhalb weniger Monate drei Mal der Keller geflutet. Naja, geflutet ist etwas übertrieben, aber es trieb sich dort eine Menge Wasser herum, die da nicht hingehörte.
Die erste große Flut habe sogar ich verschuldet. Ich ließ kaltes Wasser in der Küchenspüle in einen Topf frisch gekochter Eier laufen, um die Eier abzuschrecken. Da bekam ich einen Telefonanruf und etwa 20 Minuten später, als ich wieder in die Küche kam, lief der Wasserhahn immer noch. Da aber der Topf auf dem Abfluss stand und in Amerika anscheinend nicht immer Überflusslöcher in den Spülbecken installiert werden, ist das ganze Wasser in die Küche und sofort in den Keller gelaufen.
Sonntag, 2. August 2015
Das Glück der Erde liegt zwischen meinen Ohren
Ich habe eine Begabung zum unglücklich sein. Glücklich sein dagegen, erfordert von mir Arbeit.
Ich finde ja, dass in Maine alle, ohne Ausnahme - und ich übertreibe nicht - andauernd über das Wetter jammern. Im Winter jammern sie weil es so kalt ist (was stimmt), im Sommer weil es so warm ist (was nicht stimmt), wenn es regnet, ist es ihnen zu nass, wenn die Sonne scheint, ist es zu trocken und überhaupt leidet hier jeder andauernd unter hoher Luftfeuchtigkeit, die ich selber kaum wahrnehme.
Die Mainer machen mich wahnsinnig (Dabei habe ich mir sagen lassen, dass die Amies im übrigen Teil des Landes sogar noch schlimmer sein sollen).
Mir gehen alle Menschen, die jammern - egal, über was - fürchterlich auf den Keks. Denn historisch gesehen bin ich nämlich eigentlich die allergrößte Jammerliese. Eine Eigenschaft auf die ich nicht gerade Stolz bin und die ich gerne bei mir selber ausmerzen möchte. Wenn aber andere um mich herum jammern, tun sie etwas, was ich mir mit viel Arbeit, abzugewöhnen versuche. Genauso fühlte ich mich früher, wenn ich eine Diät machte und jemand vor mir ein riesiges Eis verdrückte.
Ich finde ja, dass in Maine alle, ohne Ausnahme - und ich übertreibe nicht - andauernd über das Wetter jammern. Im Winter jammern sie weil es so kalt ist (was stimmt), im Sommer weil es so warm ist (was nicht stimmt), wenn es regnet, ist es ihnen zu nass, wenn die Sonne scheint, ist es zu trocken und überhaupt leidet hier jeder andauernd unter hoher Luftfeuchtigkeit, die ich selber kaum wahrnehme.
Die Mainer machen mich wahnsinnig (Dabei habe ich mir sagen lassen, dass die Amies im übrigen Teil des Landes sogar noch schlimmer sein sollen).
Mir gehen alle Menschen, die jammern - egal, über was - fürchterlich auf den Keks. Denn historisch gesehen bin ich nämlich eigentlich die allergrößte Jammerliese. Eine Eigenschaft auf die ich nicht gerade Stolz bin und die ich gerne bei mir selber ausmerzen möchte. Wenn aber andere um mich herum jammern, tun sie etwas, was ich mir mit viel Arbeit, abzugewöhnen versuche. Genauso fühlte ich mich früher, wenn ich eine Diät machte und jemand vor mir ein riesiges Eis verdrückte.
Montag, 20. Juli 2015
The Best Problem Solving Strategy Ever
In a conversation with a friend I was once again reminded that there is only one answer to fear of any kind: trust. Only then we will feel better and find a solution to our problem.
My friend has existential fears. Don't we all have them sometimes? Especially here in the US I think these fears are very understandable. But even in Germany I met people who, although they had absolute job security and were otherwise also relatively well-protected, suffered from terrible existential fears.
I know that my fears have mostly nothing to do with reality. I am talking myself into my fears. (I am not talking about anxiety that comes up when a woman faces a hungry lion in the Sahara. This is a fear that would be based on reality. And this fear might save her life.)
My friend has existential fears. Don't we all have them sometimes? Especially here in the US I think these fears are very understandable. But even in Germany I met people who, although they had absolute job security and were otherwise also relatively well-protected, suffered from terrible existential fears.
I know that my fears have mostly nothing to do with reality. I am talking myself into my fears. (I am not talking about anxiety that comes up when a woman faces a hungry lion in the Sahara. This is a fear that would be based on reality. And this fear might save her life.)
Sonntag, 28. Juni 2015
Single, fett, hässlich, alt und blöde - Wie wird man bloß Minderwertigkeitskomplexe los?
Wenn das bloße Wegwünschen von Komplexen möglich wäre, hätten wir heute eine viel schönere Welt. Leider ist es oft ein langer Weg sich von einer unsicheren Persönlichkeit zu einem selbstbewussten Menschen zu entwickeln. Aber es ist möglich.
Den größten Teil meines Lebens hatte ich Minderwertigkeitskomplexe (Gott, mir ist noch nie aufgefallen, was für ein langes Wort das ist). Ok, als ich zwanzig war, dachte ich noch nicht, dass ich alt war, aber das kam dann später in meinen Vierzigern dazu. Im Moment habe ich ungefähr acht Freundinnen, die sich vielleicht auch heute noch mit mindestens drei der Attribute der Überschrift identifizieren würden.
Als ich damals noch so über mich dachte, ging es mir nicht sonderlich gut damit. Jedes einzelne Adjektiv tat mir weh, wenn es in Bezug auf mich irgendwo in meinem Hirn auftauchte. Und sie tauchten dort oft auf.
Den größten Teil meines Lebens hatte ich Minderwertigkeitskomplexe (Gott, mir ist noch nie aufgefallen, was für ein langes Wort das ist). Ok, als ich zwanzig war, dachte ich noch nicht, dass ich alt war, aber das kam dann später in meinen Vierzigern dazu. Im Moment habe ich ungefähr acht Freundinnen, die sich vielleicht auch heute noch mit mindestens drei der Attribute der Überschrift identifizieren würden.
Als ich damals noch so über mich dachte, ging es mir nicht sonderlich gut damit. Jedes einzelne Adjektiv tat mir weh, wenn es in Bezug auf mich irgendwo in meinem Hirn auftauchte. Und sie tauchten dort oft auf.
Mittwoch, 10. Juni 2015
Ich schreibe meine Vergangenheit um
Alles, was wir sehen, was uns begegnet und was wir erleben, interpretieren wir. Wir interpretieren es in einer Weise, die dann bestimmte Gefühle in uns auslösen. Was wiederum darauf hinausläuft, dass wir etwa mögen, nicht mögen oder es uns schlichtweg kalt lässt. Wenn das stimmt, dann müsste es doch ein Einfaches sein, dass ich meine Vergangenheit anders sehen kann.
Früher dachte ich immer, dass es Eines gibt, dass man nun wirklich nicht verändern kann: Die Vergangenheit. Ich wünschte mir andere Eltern oder andere Lehrer, weil ich davon überzeugt war, dass ich dann auch ein anderer Mensch geworden wäre. Aber da ich vergangene Ereignisse nicht ändern konnte, dachte ich, dass ich auch meine Gegenwart nicht ändern konnte. Schließlich basierte meine Gegenwart doch auf meiner Vergangenheit, oder? Ich war doch ein Produkt meiner Vergangenheit und ihr somit hilflos ausgeliefert.
Früher dachte ich immer, dass es Eines gibt, dass man nun wirklich nicht verändern kann: Die Vergangenheit. Ich wünschte mir andere Eltern oder andere Lehrer, weil ich davon überzeugt war, dass ich dann auch ein anderer Mensch geworden wäre. Aber da ich vergangene Ereignisse nicht ändern konnte, dachte ich, dass ich auch meine Gegenwart nicht ändern konnte. Schließlich basierte meine Gegenwart doch auf meiner Vergangenheit, oder? Ich war doch ein Produkt meiner Vergangenheit und ihr somit hilflos ausgeliefert.
Dienstag, 26. Mai 2015
Wo ist die Wunderpille für mein Problem?
Schnelle und einfache Lösungen für komplexe Probleme gibt es nicht. Nur wenn ich mich meinen Schwierigkeiten auf ganzheitliche Weise nähere, kann ich eine Lösung finden.
Ich habe mich für Recherchezwecke bei etlichen Abnehmgruppen in Facebook als Mitglied eingetragen und raufe mir seitdem die Haare. Ich werde seither Zeugin von Mitteilungen verzweifelter Menschen, die unbedingt abnehmen wollen aber nicht wissen, wie sie ihrer Esslust Herr werden sollen. Und ich lese die Tipps, die diesen Menschen gegeben werden. Sie sollen mehr Wasser trinken, weniger Kohlehydrate zu sich nehmen und mehr Sport machen. Weisheiten, die bestimmt jeder schon mal gehört hat, bevor er in die jeweilige Facebookgruppe eintrat. Aber dann kommen auch all die anderen hilfreichen Menschen, die ihre phantastischen Produkte verkaufen wollen. Plastikwickel, die das Fett um Po und Bauch von selber schmelzen lassen und Pillen, die den Appetit nehmen. Dazu kommen all die verschiedenen Wundershakes und -pulver, Trainingsprogramme und Gesundheitscoaches die eine sofortige Gewichtsabnahme garantieren.
Ich habe mich für Recherchezwecke bei etlichen Abnehmgruppen in Facebook als Mitglied eingetragen und raufe mir seitdem die Haare. Ich werde seither Zeugin von Mitteilungen verzweifelter Menschen, die unbedingt abnehmen wollen aber nicht wissen, wie sie ihrer Esslust Herr werden sollen. Und ich lese die Tipps, die diesen Menschen gegeben werden. Sie sollen mehr Wasser trinken, weniger Kohlehydrate zu sich nehmen und mehr Sport machen. Weisheiten, die bestimmt jeder schon mal gehört hat, bevor er in die jeweilige Facebookgruppe eintrat. Aber dann kommen auch all die anderen hilfreichen Menschen, die ihre phantastischen Produkte verkaufen wollen. Plastikwickel, die das Fett um Po und Bauch von selber schmelzen lassen und Pillen, die den Appetit nehmen. Dazu kommen all die verschiedenen Wundershakes und -pulver, Trainingsprogramme und Gesundheitscoaches die eine sofortige Gewichtsabnahme garantieren.
Donnerstag, 21. Mai 2015
Die beste Problemlösungsstrategie der Welt!
Bei einer Unterhaltung mit einer Freundin wurde mir mal wieder bewusst, dass es auf Angst, egal welcher Art, nur eine Antwort geben kann: VERTRAUEN. Nur dann werden wir uns besser fühlen und eine Lösung für unser Problem finden.
Meine Freundin hat existentielle Ängste. Haben wir die nicht alle mal? Besonders hier in den USA finde ich diese Ängste sehr nachvollziehbar. Aber auch in Deutschland bin ich Menschen begegnet, die, obwohl sie eigentlich unkündbar und auch sonst für meine Begriffe relativ gut abgesichert waren, furchtbare existentielle Ängste hatten.
Ich weiß, dass meine Ängste meistens nichts mit der Realität zu tun haben. Ich rede mir meine Ängste ein. (Wir reden jetzt nicht von der Angst, die einen befällt, wenn frau sich in der Sahara alleine einem hungrigen Löwen gegenüberstehen sieht. DAS ist eine Angst, die auf Realität beruhen würde - aber wie oft passiert einem so etwas schon?)
Meine Freundin hat existentielle Ängste. Haben wir die nicht alle mal? Besonders hier in den USA finde ich diese Ängste sehr nachvollziehbar. Aber auch in Deutschland bin ich Menschen begegnet, die, obwohl sie eigentlich unkündbar und auch sonst für meine Begriffe relativ gut abgesichert waren, furchtbare existentielle Ängste hatten.
Ich weiß, dass meine Ängste meistens nichts mit der Realität zu tun haben. Ich rede mir meine Ängste ein. (Wir reden jetzt nicht von der Angst, die einen befällt, wenn frau sich in der Sahara alleine einem hungrigen Löwen gegenüberstehen sieht. DAS ist eine Angst, die auf Realität beruhen würde - aber wie oft passiert einem so etwas schon?)
Mittwoch, 29. April 2015
Was eine über den Sitz ragende Pobacke über mich verraten kann.
Unser Körper ist oft nur ein Spiegelbild und nicht die Ursache für
die Gefühle, die wir erleben. Mein Überwicht war z.B. ein perfektes
Sinnbild für all meine Gefühle, die ich seit frühester Jugend mit mir
rumschleppte. Ich hatte immer den Eindruck, dass ich irgendwie falsch
war und gehörte nirgendwo dazu. Ich stand stets im Ausseits. Je mehr ich
darum kämpfte, irgendwo reinzupassen, desto schwerer wurde ich. Erst als
ich anfing meine inneren Konflikte direkt anzugehen und zu lösen, statt
mich durch Diäten „passend“ zu machen, fand ich eine Möglichkeit,
dauerhaft abzunehmen.
Vor einer Woche bin ich wieder von Amerika nach Berlin geflogen, um alle meine Lieben dort zu besuchen. Jedes Mal, wenn ich meine Koffer im Wagen verstaue, der mich zum Bus bringt, der mich wiederum zum Flughafen in Boston bringt, freue ich mich riesig auf alle, die ich dann in Berlin sehen werde.
Und jedes Mal wenn ich in den Flieger und mich in einen dieser engen Sitze der Economy Class niederlasse, freue ich mich, dass ich in diese Sitze überhaupt passe. Ich suche mir die beiden Enden meines Sicherheitsgurtes und schließe ihn mit Leichtigkeit über meine Hüfte. Manchmal kann ich es immer noch nicht fassen, dass das möglich ist.
Vor einer Woche bin ich wieder von Amerika nach Berlin geflogen, um alle meine Lieben dort zu besuchen. Jedes Mal, wenn ich meine Koffer im Wagen verstaue, der mich zum Bus bringt, der mich wiederum zum Flughafen in Boston bringt, freue ich mich riesig auf alle, die ich dann in Berlin sehen werde.
Und jedes Mal wenn ich in den Flieger und mich in einen dieser engen Sitze der Economy Class niederlasse, freue ich mich, dass ich in diese Sitze überhaupt passe. Ich suche mir die beiden Enden meines Sicherheitsgurtes und schließe ihn mit Leichtigkeit über meine Hüfte. Manchmal kann ich es immer noch nicht fassen, dass das möglich ist.
Mittwoch, 15. April 2015
Achte immer auf dein Bauchgefühl
Vor einer Woche hatte ich eine Diskussion mit meiner Freundin darüber, was wir unter dem "Gesetz der Anziehung" verstehen. Für sie war ganz klar, dass alles, was uns passiert von uns selber durch unsere Gedanken und Gefühle ins Leben gerufen wird. Darin waren wir uns schon mal einig, aber dann hörte es auch schon auf.
Mittwoch, 8. April 2015
Wie soll man lieben, was man eigentlich hasst?
Egal in welcher Art von Selbsthilfeliteratur ich auch blättern mag, alle sind sich darin einig, dass jede Problemlösung damit beginnt, das Problem vollkommen anzunehmen. Wir sollen das Problem akzeptieren und sogar lieben lernen.
Bäh!
Ja, genau das denke ich. Das ist immer meine erste Reaktion darauf. Ich weiß, ich müsste es besser wissen, aber am Anfang sträubt sich einfach alles in mir, mein Problem anzunehmen. ICH WILL ES EINFACH NICHT HABEN. PUNKT!
Mittwoch, 25. März 2015
Gurus, die mit Geistern reden
Manchmal ist es mir etwas unangenehm, zuzugeben, dass ich den Lehren von Menschen/Autoren folge, die ihr Wissen angeblich aus anderen Dimensionen empfangen. Ich lebe dann in einem Zwiespalt. Einerseits finde ich das, was ich von diesen Menschen höre und lese, ungemein bereichernd und andererseits weiß ich nicht, ob ich an übernatürliche Wesen glauben kann. Ich habe da zwei Seelen in meiner Brust: Ich möchte an diese unsichtbare weisen Wesen glauben und gleichzeitig weiß ich auch um die Macht der Psychologie und Eigensuggestion. Erzählen diese Menschen also nur psychologisch geschickt verpackten Humbug?
Mittwoch, 18. März 2015
Was tun, wenn einen mal wieder die Angst beutelt?
Nächsten Monat ist es wieder so weit. Ich werde wieder für 12 Tage nach Berlin fliegen. Ich freue mich schon wie verrückt darauf. Aber, wie jedes Mal, gibt es wieder einen Wehrmutstopfen: Diese Reise kostet Geld, dass ich von meinem immer kleiner werdenden Ersparten abzweigen muss.
Und das macht mir Sorgen. In den USA braucht man immer etwas auf der hohen Kante. Arbeitslosigkeit und Krankheit sind teure Vergnügen hier, egal ob man versichert ist oder nicht.
Wenn ich mir Sorgen mache, bekomme ich schlechte Laune.
Ich frage mich dann, wie lange ich mir diese Reisen noch werde leisten können und ob ich mir sie überhaupt noch leisten darf, denn ich brauche hier ja mein Sicherheitspolster. Diese Sorgen ziehen dann noch andere Gedanken nach sich. Ich fange an, mir Vorwürfe zu machen, weil ich nicht einen Job habe, der mir mehr Geld einbringt. Ein negativer Gedanke zieht den nächsten nach sich und mir geht es dabei immer schlechter. Am Ende bin ich vor Angst gebeutelt und will gar nicht mehr nach Berlin.
Montag, 16. März 2015
What is my real age?
Two weeks ago, early in the morning, I stood in semi-darkness in front of our bedroom mirror and got dressed. I saw my face in the reflection and was surprised about what I noticed. I immediately went to Andrew who was in the bathroom and asked if he noticed how tired and old I looked this morning. I was wondering out loud if an oncoming cold was the reason for my tired looking face.
Andrew stared at me aghast. By the look on his face I could tell that he did not find that I had changed. I came to the conclusion that I had apparently reached the age where a woman might look old and tired in the morning.
Interesting, I thought, and how nice that I didn't care much. For I look now, in my 40s, much better than I did in my mid-twenties. At least I think so. Although I had no wrinkles in my twenties, I was already very overweight, which got even worse later on.
Dienstag, 10. März 2015
Wie alt bin ich eigentlich wirklich?
Ist mein Alter wirklich nur von biologischen Faktoren abhängig oder hat es nicht mindestens genauso viel mit meiner Einstellung, meinen Glaubenssätzen zu tun? Könnte es nicht sein, dass die in der Gesellschaft weit verbreiteten Glaubenssätze über Frauen und Alter, vielleicht gar nicht stimmen müssen?
Vor zwei Wochen stand ich morgens im Halbdunkeln vor unserem Spiegel im Schlafzimmer und zog mich an. Zufällig guckte ich mir dabei ins Gesicht und erschrak mich ein wenig über das, was ich sah. Sofort ging ich zu Andrew ins Badezimmer und fragte, ob ihm auch auffallen würde wie müde und alt ich an diesem Morgen aussehen würde? Ich vermutete laut, dass das vielleicht daran liegen würde, dass ich eine Erkältung ausbrüten würde. Ich hatte mich die letzten Tage etwas schlapp gefühlt.
Andrew guckte mich nur entgeistert an. An seinem Gesichtsausdruck konnte ich ablesen, dass er nicht fand, dass ich irgendwie anders aussah als sonst auch. Ich kam zu dem Schluss, dass ich anscheinend das Alter erreicht hatte, wo frau morgens alt und müde aussieht.
Interessant, dachte ich, und wie schön, dass mir das kaum was ausmacht. Ich sehe nämlich jetzt mit Ende 40 immer noch um Meilen besser aus als mit Mitte 20. Zumindest finde ich das. Zwar hatte ich in meinen Zwanzigern keine Falten gehabt aber dafür war ich da schon sehr übergewichtig, was sich dann später noch gesteigert hatte.
Montag, 2. März 2015
Warum inkompetente Chefs ein Beweis für das Funktionieren des Gesetzes der Anziehung sind
Wie ist es in unserer heutigen leistungsorientierten Gesellschaft möglich, dass es diese ganz besondere Spezies von Kollegen und Vorgesetzten gibt, die es anscheinend ohne die dafür notwendigen Qualifikationen schaffen, in hohe Positionen aufzusteigen? Ich behaupte, dass dies nur deswegen möglich ist, weil solche Menschen von ihrer eigenen Kompetenz so überzeugt sind, dass der Rest der Welt ihnen nicht widerstehen kann und ihnen gibt, was sie haben wollen.
Die Stärke des Selbstbewusstseins scheint manchmal mehr die Höhe des Gehalts zu bestimmen als die Qualifikation.
Die Kollegen/Vorgesetzten, die ich meine, sind etwas ganz Besonderes. Sie sind meist männlichen Geschlechts, befinden sich in sehr gut bezahlten Positionen und scheinen irgendwie nicht zu ihrem Job zu passen. Manche würden sagen, dass sie entweder höchst inkompetent oder faul oder beides sind. Ich behaupte nicht, dass es nicht auch Frauen gibt, auf denen diese Beschreibung passen würde. Aber wenn ich solchen Frauen in meinem Berufsleben begegnet bin, waren sie meist nicht in Führungsposition.
Die Stärke des Selbstbewusstseins scheint manchmal mehr die Höhe des Gehalts zu bestimmen als die Qualifikation.
Die Kollegen/Vorgesetzten, die ich meine, sind etwas ganz Besonderes. Sie sind meist männlichen Geschlechts, befinden sich in sehr gut bezahlten Positionen und scheinen irgendwie nicht zu ihrem Job zu passen. Manche würden sagen, dass sie entweder höchst inkompetent oder faul oder beides sind. Ich behaupte nicht, dass es nicht auch Frauen gibt, auf denen diese Beschreibung passen würde. Aber wenn ich solchen Frauen in meinem Berufsleben begegnet bin, waren sie meist nicht in Führungsposition.
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